Skip to main content

Pädagogisches Projekt

Wir verstehen in der systemischen Therapie die Familie als selbstregulierendes Verwandtschaftssystem, das zielorientiert ist und seine Homöostase aufrechterhält. Diese wird durch dauernde Anpassungsprozesse an eine sich wandelnde Umwelt aufrechterhalten. Krisensituationen erfordern besondere Anpassungsleistungen und Neuorientierungen und verursachen auf unterschiedliche Art und Weise physische, psychische und soziale Auswirkungen bei allen Familienmitgliedern. Also sollte der Schwerpunkt der Behandlung gemäß des systemischen Ansatzes unseres Konzeptes nicht nur beim Abhängigen liegen, sondern das entsprechende Verhalten der gesamten Familie berücksichtigen und miteinbeziehen. Das ist die Basis unseres pädagogischen Projektes, das auf eine Veränderung der Interaktionsmuster innerhalb der Familie zielt.

  • Die Integration der beiden Rollen Patientenstatus und Elternschaft. Die Eltern haben die Möglichkeit sich in der Therapie zum einen mit ihrer Suchterkrankung auseinander zu setzen und gleichzeitig ihre Erziehungsaufgaben zu erfüllen.
  • Die pädagogischen Ressourcen und die Erziehungskompetenzen der Eltern zu entfalten, zu fördern und weiter zu entwickeln sowie die Eltern in ihrer Verantwortlichkeit und Kompetenz bei der Erfüllung ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen und zu stärken.
  • Die Entwicklungsbedingungen für die Kinder zu optimieren, bzw. die Kinder entsprechend ihrem Alter und Entwicklungsstand in Zusammenarbeit mit den Eltern im motorischen, sprachlichen, sozialen und emotionalen Bereich zu fördern.
  • Spieltherapie, Systemisch integrative Gesprächspsychotherapie, Entwicklung der Fein- und Grobmotorik und Bewegungsspiele, Sprachentwicklung, Kognitions- und Emotionstraining  sowie soziale Kompetenzentwicklung und Modelllernen. 
  • Begleitender Aufbau der Erziehungs- und Interaktionskompetenz der Eltern und bezogenes pädagogisches Angebot.
  • Die Eltern haben die Möglichkeit sich mit ihrer Suchterkrankung auseinander zu setzen und gleichzeitig ihre Erziehungsaufgaben so zu erfüllen, dass ein Kompetenzerwerb geleistet werden kann. Die Entwicklungsbedingungen werden für die Kinder so optimiert, dass dysfunktionale motorische, sprachliche, soziale und emotionale Bereiche zielführend bearbeitet werden können.
  • Weiter werden heilpädagogische Maßnahmen durchgeführt.
  • Es werden aufgrund der Infrastruktur alle Schultypen einschließlich Förderschulen für Mehrfachbehinderte von der Klinik aus mittels Fahrdienst beschult.
  • Betreuungen und Entlastungen für Eltern durch erfahrene Erzieherinnen im Haus und eigenem Kindergarten geleistet und es besteht eine hoch zuverlässige kinderfachärztliche Konziliararztversorgung.